Wer macht denn in Wanfried das Licht aus?

Wer ist das nur, der in der Nacht,
solche bösen Dinge macht?
Und dort auf leisen, flotten Sohlen,
heranzuschleichen und verstohlen,
mit kleinen Steinen, Vehemenz,
ob der Beleuchtungsmittel kämpft?

„Wenn in Wanfried das Licht angeht, treten Hülfensberg und Schloss Wolfsbrunnen verschämt in den Hintergrund.“, so konnte man es lesen. Wie aber sollte ich denn wissen, dass genau das Gegenteil davon eintreten würde? In Wanfried geht das Licht nicht etwa an, es geht aus! Jedenfalls ist der Altstadt.
Mit Entsetzen und Kopfschütteln registrieren wir kurz nach Silvester 13 zertrümmerte Laternen. Dunkelheit umhüllt seitdem die Straßen und schon geht das Rätselraten um den oder die Täter los. Der Geist der verpassten Zukunft könnte es gewesen sein. Der grämt und windet sich nämlich schon seit längerer Zeit in seinem unterirdischen Versteck. Ihm missfällt vielleicht, was er von dort unten mit ansehen muss: Mit Wanfried soll’s bergauf gehen?!
Die Steine könnten aber auch von oben gekommen sein. Geschmissen von unserem verstorbenen Altbürgermeister Erich Thomas. Erich war – wie der heutige Bürgermeister auch – irgendwie für alles zu haben und ist möglicherweise etwas verärgert darüber, dass man ihn nicht persönlich per Petition beim Minister für Engel und solche, die es werden wollen, hatte einladen lassen? Und das bei den Beziehungen! Da stellt sich auch bei mir die Frage: Herr Bürgermeister, haben Sie wirklich an alles gedacht? Aber, um unserem Wilhelm nicht noch mehr Stress zu machen in seinem ersten Amtsjahr, sehen wir ihm das mal nach. Außerdem weiß ich längst, wer der Täter ist: der Letzte ist es, denn der macht immer das Licht aus!