2015 ist Ausverkauf

Haben Sie das gesehen? Die Berichterstattung über die Pegida? Ich glaube, die werden dafür bezahlt, dass die sich so dummdreißt zeigen. Von der Bundeskanzlerin. Oder das sind V-Männer, die das in Gang gesetzt haben und die Medien berichten darüber, um von den Machenschaften der Regierung abzulenken. Die Medien kümmern sich darum, anstatt darauf aufmerksam zu machen, das die uns alle erst gekauft und jetzt verkauft haben und jetzt unsere letzten Pennys auch noch mit dem Freihandelsabkommen verjuxt werden. Die Sozialsysteme fahren mit Vollgas gegen die Wand. Wenn ich im Rentenalter bin, haben 40 Prozent der Bürger nur noch Grundsicherung zur Verfügung, ich bin dabei. Riester ist ein einziges Sponsoring für die Versicherungswirtschaft, das Freihandelsabkommen wird kommen, die verkaufen ihre Bürger, uns, und wir gehen nicht auf die Straße, nur die Pegidas. Und nur gegen die Schwächeren, die werden noch mehr niedergemacht, von uns, die wir denken, dass wir noch etwas Besseres sind, als die armen Menschen, die gar nix mehr haben. Dabei haben wir auch schon nix mehr. Nur, merken wir es noch nicht. Vollgestopft mit Bildern von einsilbigen Bauern, die einsilbige Frauen suchen, Kochshows mit kichernden bärtigen Männern und Frauen mit einem Bart, der aussieht wie für Fasching aufgemalt und viel Multimedia, das uns immer dümmer macht. Irgendjemand müsste den Stecker ziehen, Licht aus, Fernseher aus, Internet aus. Und dann mal sehen, wer noch klar kommt und wie schön es ohne Nachrichten ist, die gar keine sind.

In Amerika werden Mütter von ihren zweijährigen Kindern erschossen, weil die Mamas denken, sie seien mit entsicherten Waffen in der Handtasche sicher vor den Raubüberfällen im nicht mehr funktionierenden Rechtsstaat. Dabei war sie nur im falschen Lager. Es gibt nämlich zwei im Ammiland. Das eine, mit den Reichen, die durch die Politik immer reicher werden. Die haben Security, Leibarzt, Zäune, Mauern, scharfe Hunde und Privatschulen, -unis und Netzwerke, die sie später auch noch reicher werden lassen. Im Armenviertel von Amerika, dort, wo die tote Mama jetzt beerdigt wird, wo sie einst als Mitglied der Mittelschicht lebte, können Polizisten nicht mehr bezahlt werden, Schulen haben kaum noch Lehrer, Krankenversicherungen soll es unter keinen Umständen geben, das ruiniert die Wirtschaft! Aber die privaten Gefängnisse boomen. Da werden Bürger eingesperrt, weil sie zu schnell gefahren sind und kommen nicht mehr raus, weil es für sie viel Geld vom Staat gibt. Diejenigen, die das offen sagen, die verkaufen auch die Waffen an die Leute, die sich damit in den Städten, wo es keine Perspektiven gibt, wo kein Polizist sich mehr reintraut und die Köpfe von den Schultern geschossen werden.

Das ist auch unser angepeiltes Ziel. Deutschland will so werden, wie der große Bruder. Ich kanns nicht fassen! Unsere Politiker müssten für ihre korrupten Machenschaften ins Gefängnis gehen, dafür müssten wir Geld sammeln. Das ist so offensichtlich, dass die nach ihren nicht nachvollziehbaren Fehlentscheidungen von der Wirtschaft bis zum Ende ihrer Tage gesponert werden. Die Schavan ist im Vatikan gelandet. Die heilige Plagiata wird sie genannt. Du sollst nicht lügen oder betrügen oder was? Das gibts doch nicht! Und was wird aus unser aller Kanzlerin? Die sich opfert für die Bürger? Dieses Opfer reibt sich schon jetzt die Hände. Die christlichen Werte, hinter denen sie sich versteckt, sind ein großer Haufen Geld. Und mit groß meine ich sehr groß. Hier wird nicht mehr von ein- oder zweistelligen Millionen gesprochen, der Inflation sei Dank! Da gehts um richtig viel Geld. Und wir sehen das, hören das, erleben das. Und machen nix. Und wenn diese Politiker alle im Knast wären, was wäre dann? Ich denke, nix, es geht so weiter, weil wir so sozialisiert sind. Mehr – mehr – mehr. Für mich! Und sonntags in die Kirche. Ob ein Herr Ramelow das Ruder rumreißen kann? Oder will? Wenn die Summe am Ende der politischen Laufbahn stimmt? Aber Ramelow scheint ein Gewissen zu haben und auch danach zu handeln.

Dass die sich nicht schämen… die Pegidas und die Politiker, beide Gruppen sind für mich nicht mehr zu unterscheiden, was deren gewissenloses Handeln angeht. Mit dem Unterschied, dass über die gefährlichen einsilbigen Pegidas jeden Tag berichtet wird. Wie gefährlich es für uns alle bald werden könnte, darüber reden nur die Kaberettisten.

Der Bürgermeister ist weg

Haben Sie das mitgekriegt? Unser Bürgermeister ist weg. Die ganz Woche schon. Kein Bild in der Zeitung, kein Telefonat, in dem man gebeten wird, doch mal schnell einen Termin mit Leuten wahrzunehmen, die sich eben auf der Marktstraße haben einfangen lassen. Entzugserscheinungen habe ich. Was mach ich nur, wenn der Wilhelm länger als nur eine Woche in Urlaub geht? Dann bin ich hinterher reif für die Klappse. Kann nix schreiben, krieg nix mit, fühl mich völlig wertlos. So geht das nicht, ich will zukünftig ein ordentliches Bürgermeisterrufbereitschaft-Ersatzprogramm-abhängiger-Bürgerinnen-und-Bürger. Aber das Ende dieser Quälwoche ist in Sicht: Ich habe ja gehört, dass er nächste Woche wieder im Rathaus ist. Dann kanns weitergehen. Ich kann mir gut vorstellen, wie sein Schreibtisch jetzt aussieht: Alle Informationen liegen da gestapelt, die Unterschriftenmappen sind zwischen Deckenbalken und Fußboden eingeklemmt, damit sie nicht umfallen und die Stehlampe mitreißen, denn das kostet Geld, was die Stadt nicht hat. Die gelben Postits, wo kurz die Anrufe der Bürgerinnen und Bürger drauf notiert sind, mit Anliegen, Name und Telefonnummer zwecks Rückruf, tauchen das kleine Amtszimmer in einen warmen sonnigen Farbton. Und wenn der Bürgermeister seine Emails erstmals nach mehr als sieben Tagen abruft, während er die Postits abtelefoniert, braucht der Computer wahrschlich Stunden, um die alle aufzulisten. Zweihundert werden es schon sein. Quatsch, eher 350, weil ca. 50 Stück am Tag, obwohl nee, eher 80 am Tag, dann sind es 560. Die wird er dann kurz oder lang beantworten und schwupps ist er wieder drin, in seinem Wanfrieder Tagesgeschäft. Und wenn Christoph Hoffmann tatsächlich sein Handy-Smart-dings im Schreibtisch eingeschlossen hat, dann wird der Bürgermeister auch noch von hunderten SMS’n überflutet, sobald er das Teil anschaltet und online geht. Willkommen zu Hause! Aber da ist es ja bekanntlich am schönsten und der Wilhelm sagt immer: Ich mach das alles nur für Wanfried.

Der spinnt doch – der Wilhelm

Wer es noch nicht mitbekommen hat, für den hier noch mal der Termin für die Bürgermeisterwahl: Sonntag, 5. Mai 2013 von 8 bis 18 Uhr im zugewiesenen Wahllokal. Hier ist der Bürger Wanfrieds berechtigt, in der Direktwahl einen Bürgermeister der vorliegenden Kandidaten zu wählen. Oder eine Bürgermeisterin, ganz egal, wer drauf steht, kann angekreuzt werden. Jetzt steht in Wanfried aber nur einer zur Wahl. Der Wilhelm, seineszeichens Bürgermeister seit sechs Jahren. Er heißt mit Nachnamen Gebhard, wird aber nur Wilhelm genannt, weil er überall der Sportfreund, Kumpel, Mitstreiter, Mitglied, Junge von nebenan, Verwandter, Freund, auch Ehemann und Vater, Sohn, Bruder und er selbst ist.
Der Wilhelm machte sich zum Schlagerstar, zum Quizzkandidaten, zum Bürgergruppenmitglied, zum Vereinsvorsitzenden, zum Mitstreiter und Mitredner in Ausschüssen und Vereinen. Der Wilhelm wollte Wanfried vermarkten, jetzt, nach sechs Jahren Amtszeit ist Wanfried im gesamten Bundesgebiet mehr als bekannt, die Leute kommen her, wollen sich das Städtchen am Werrahafen betrachten, von dem der Wilhelm überall so sehr schwärmt. Ach, ein Schwärmer ist er auch noch, der Wilhelm. Er kann es einfach nicht lassen, kann nicht anders als zu sagen: „Wenn ihr euch verbessern wollt, dann zieht nach Wanfried.“ Ein blöder Spruch? Nur so dahin gesagt? Wer ihn kennt, der weiß, dass er das ernst meint, dass er autentisch ist, auch im Wahlkampf als einziger Kandidat. Und schon gehen die Emotionen hoch. „Ob er sie noch alle hat?“, fragen sich die Leute. „Der soll scih um wichtigere Dinge kümmern!“, sagen sie auch. Und dass der Aufruf über „Windelpaten“ die totale Blamage für ihr wäre, wenn er etwas verschenken wolle, soll er es doch selber zahlen oder lassen. Viele glauben, dass er das nur für sich macht. Die ganze PR. Aber was hätte er davon? Es heißt sogar: „Früher hat Wanfried stumm gelitten, jetzt posaunt der Wilhelm das Elend der Stadt in die Welt hinaus!“ Was für eine Aussage. Dabei geht es bergauf, seit dem er sich für alle die Hacken abläuft, seine Familie immer wieder zurückstellt und erkannt hat, dass es ohne diesen Aktionismus wohl nicht mehr funktionieren kann. Viel zu lange hat Wanfried geschlafen, hat sich verwalten lassen, hat immer weiter viel Geld ausgegeben, obwohl schon lange nix mehr da ist. Wie alle Städte und Kommunen. Jetzt stehen wir da und müssen gemeinsam die Schulden abbauen. Dass dies keinen Spaß macht, ist allen klar. Aber weil Bürgermeister sein in diesen Zeiten keinen Spaß macht, keinen Kandidaten zu stellen, ist feige. Keinen Kandidaten aufzustellen, weil der Wilhelm es „doch ganz gut hinkriegt“, trotz der schwierigen Zeiten, das ist mal eine Aussage. Jetzt sollten alle zusammen stehen und gemeinsam das vorantreiben, was in Wanfried erste Früchte trägt. Dass der Wilhelm in der CDU ist, das ist für viele ein echtes Problem. Die Kritik an seiner Parteizugehörigkeit mag berechtigt sein, das kann die Erfolge, die er für Wanfried eingefahren hat, aber nicht schmälern. Überall tritt er ohne sein Farbfähnchen auf, die Parteiämter hatte er gleich nach der Bürgermeisterwahl abgelegt, den SPD-Mitgliedern, die im Rathaus arbeiteten, (ich glaube, es waren seinerzeit fast ausschließlich SPD-Mitglieder oder -Wähler), denen hat er die verantwortungsvollen, leistungsgerechten Arbeitsplätze gegeben, die sie verdienten und gibt ihnen Anerkennung, Lob und Unterstützung. Genauso, wie sie ihn unterstützen. Überall lobt er die Angestellten seiner Stadtverwaltung, die mitziehen, viel arbeiten und verlässlich für die Stadt eintreten. Kaum ein Bürgermeister spricht seiner Truppe so viel Lob aus. Er ist stets positiv und reißt die Leute einfach mir. Und wer das blöd findet, dem sei gesagt, dass auch dies erlaubt ist. Und das kann er dem Wilhelm auch selbst sagen, weil der sich vor der Wahl den Leuten stellt. In Gesprächsrunden in Wanfried und den Dörfern. Er gibt jedem die Möglichkeit, offen seine Kritik oder auch sein Lob anzusprechen und zu diskutieren. Das ist doch eine gute Gelegenheit, die Stammtisch- und Thekengespräche mal öffentlich zu machen. Den Unmut, den Ärger über den Wilhelm, der offenbar spinnt, wenn er sagt: „Wir können uns nicht mehr verbessern, wir leben ja schon in Wanfried.“

Die Schule der Zukunft

Karin Wulf ist raus! Ende im Gelände. Gescheitert, geläutert, gehasst. Was für ein Abgang.
Dabei hätte alles so einfach sein können. Statt G8 mit Brecheisen, teuren Gutachten und ohne Sinn überall durchzusetzen, was gar nicht gewollt ist, hätte sie in Wanfried nachfragen können, wie eine gute Schule funktioniert.
Die Elisabeth-Selbert Schule hat in Wanfried noch die Jahrgangsstufen 7 bis 10. Wegen Geldmangels wird diese Schule „auslaufen“. Dafür haben wir aber die Anne-Frank Schule mit ihrer Außenstelle nach Wanfried bekommen. Dasselbe Gebäude, dieselben Lehrer, ein ähnliches Konzept, aber die Anne-Frank ist eine Europaschule. Zwei Millionen haben die allein für die Schaffung neuer Räumlichkeiten vom Land bekommen. Die ESS hätte nicht mal 10 Euro Kopiergeld gekriegt. Wofür auch? Europa braucht keine Kopien.
Unsere Schüler sind jetzt also auch Europa und das ist gut so. Denn sie können hier zur Schule gehen, die verschiedenen Nachmittagsangebote wahrnehmen und sind dennoch zu moderaten Zeiten wieder zu Haus.
Das Leben der Wanfrieder Schüler hat in der Tat auch noch Freizeit auf dem Stundenplan. Was alles geht, wenn man die richtige Schulform wählt, ist erstaunlich. Viele haben nicht die Möglichkeit zu wählen und dann sieht es schlecht aus in Deutschland, aber solange einige Privatschulen nutzen und Gesamtschulen anpreisen, ist die Welt noch in Ordnung. Schließlich hat jeder die Wahl. Und wir hatten in diesem Fall einfach mal Glück!

Einer für alle – jeder für sich

Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard ruft zu einer Freiwilligenaktion auf: Vor dem Schützenfest sollen am Mittwoch ab 17 Uhr ein paar Plätze aufgeräumt, ein bisschen Wildkraut entfert, hier und da mal der Besen zum Einsatz kommen. So ähnlich stand es in der Werra-Rundschau und siehe da: Der Wilhelm war da und der Hans, die Hannelore, die Eva und der Dirk von WHS. Die üblichen Verdächtigen, wie man es scherzhaft sagt, wenn man von Leuten spricht, die warum auch immer, etwas für alle tun. Etwa zwei Stunden sollte der Einsatz dauern, nach drei Stunden sah man die vier immer noch im Eiltempo für Wanfried die Festmeile herrichten. Aber haben wir den Wilhelm nicht genau dafür gewählt? Und jetzt kümmert er sich eben um alles. Egal, mit welchem Schmarn man zu ihm kommt, er versucht seinen Teil dazuzugeben. „Wilhelm, kannste mal vorbeikommen, mal ein paar Worte sagen, am Sonntagnachmittag oder Samstagabend oder in deinem Urlaub? Frau und Kinder kannste mitbringen, gibt auch ne Bratwurst, kommste?“ Oder „Ich will was bauen, kaufen, machen, anmalen, abreisen, singen, tanzen, fliegen, zaubern, hab Ideen, die mir nutzen und Wanfried auch ein bisschen, Wilhelm, das musst du dir ansehen!“ Und der Wilhelm, der hört und sieht es sich an, telefoniert, opfert seine Freizeit für alle Bürger. Die eigene Familie steckt zurück, immer wieder, die Stadt wird immer bekannter, kriegt positive Resonanz, dafür dreht der Wilhelm das Rad und auch manchmal am Rad. Und eigentlich ist er ja selber schuld. Muss er doch nicht machen. Wer verlangt das von ihm? Soll er doch die Leute vom Bauhof schicken! Oder die Jungs, die den Wasserfall vermüllt hatten. Ach, ne, das geht nicht, die haben schon alle kräftig Sozialstunden geleistet und mussten vor Schützenfest die Straßen und Parks reinigen.
Ich habs: die Leute, die seit Jahrzehnten die Gräben in der Umgebung von Wanfried mit Plastikmüll, Farbtöpfen, Schlachtabfällen, Kadavern, Sperrmüll und allem, was sie aus den Augen und dem Sinn haben wollten, verdrecken, die sollten im nächsten Jahr alle mal vorbeikommen, um dem Wilhelm zu helfen, wenn er sich mal wieder für alle abschufet.
Wie heißt es in Wanfried? Einer für alle, alle für sich.

Gewonnene Reisegutscheine dienen nicht zum Seitensprung

Wir haben einen Hafen. Aber meine Freundin wollte mir das nicht glauben. Einen internationaler Umschlagshafen für Seitensprünge gibt es hier vor meiner Tür und der Handel blüht. Von der Turnhalle bis zur nächsten Seitenstraße bieten sich rechts und links die besten Parkmöglichkeiten, um den Wagen auch mal über Nacht oder ein ganzes Wochenende stehen zu lassen. Wenn die Stadt Gebühren erheben würde, wäre das ein einträgliches Geschäft. Das wollte meine Freundin mir einfach nicht glauben. Und als ich ihr meine Vermutung über den weißen Supermercedes mit ABG und den roten alten Opel mit GTH kund tat, lachte sie nur.

Reisen ist ja zur Zeit angesagt, da ist es nichts Außergewöhnliches, wenn fremde Fahrzeuge in Wanfried parken. Die Gewinner des Reisegutscheines, der bei den Stadtmeisterschaften im Mai verlost wurde, sind vielleicht jetzt auch schon im Urlaub. Nur, trotz aller Freude, einen Haken hatte die Sache: Das Kleingedruckte. Es war nämlich so, das hab ich nur gehört, dass die Reise an eine Flug- oder Kreuzfahrtbuchung gebunden war. Das gleicht den anonymen Callcenter-Gewinnen. Man kennt die Leute nicht, die einen in der Mittagszeit mit Anrufen quälen, redet trotzdem mit ihnen und dann hat man den Salat oder den Gutschein, der nur Geld kostet.

„Nein, also, ich möchte nicht“, egal was man sagt, die quatschen immer weiter auf einen ein. So wie der Mann aus dem weißen Supermercedes mit ABG es mit der Fahrerin des roten Opels aus GTH gemacht hat. Nein, er hat es nicht mit ihr gemacht! Dazu ist es ja nicht gekommen. Aber, er hat es versucht mit: „Und wenn beide es wollen“ und „Wir sind doch erwachsen“, ja und so weit weg von zu Hause, der Frau, dem Mann und dem Hund. Das nämlich war dann ihr Argument, um den gebürtigen Sachsen gegen 23 Uhr loszuwerden. Und außerdem hatte sie ihm in ihrem Mail geschrieben, dass sie „nicht so die Zeit hätte“. Er, die Hände in der Hosentasche tief vergraben, sie die Arme fest vor der Brust gekreuzt. Die Sache schien für mich als ungewollte Zuschauer und -hörerin festgefahren.
Er hat es – nach einer halben Stunde Diskussion unter meinem Schlafzimmerfenster – natürlich eingesehen, auf Sächsisch! Frei nach dem Motto: „Ich hatte dich zum Abendessen eingeladen, weil ich gerne mal mit dir Frühstücken wollte“, und sie wollte das nicht bemerkt haben? Die hat ihn ganz umsonst anreisen lassen. Das tat sogar mir schon leid.

Ich war drauf und dran den beiden ein freies Zimmer zu vermieten, damit endlich Ruhe war. Beim Einsteigen in die Autos hat er sie dann noch darum beneidet, dass sie nur bis Gotha fahren muss, während er sich im nächsten Etap-Hotel (!) an der A4 einquartieren wollte. Das kostete noch mal mehr als ein Abendessen. Aber wer weiß, was denen dafür alles erspart geblieben ist …

Die Seite nutzt ausschließlich technisch notwendige Cookies und setzt keine Analyse- oder Werbe-Tools ein. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von notwendigen Cookies zu. weitere Informationen..

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close